Musikfilmtag
Manche Filme hört man genauso wie man sie sieht. Am Musikfilmtag zeigen wir Musikfilme, Konzertmitschnitte und Dokus rund um Bands, Künstler:innen und große Sounds – mal laut, mal leise, aber immer mit Gefühl.
Jeden 13. des Monats wird das Kino bei uns zum Musikraum: Ob du wegen der Musik kommst, wegen der Bilder oder weil du Lust hast, einen Abend lang ganz in eine andere Welt einzutauchen – hier ist der Platz dafür.
Mit Cocktails und Vormusik ab 19 Uhr !!
SINGING IN THE RAIN
Hollywood 1927: Stummfilmstar Don Lockwood ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere, bis der Tonfilm alles auf den Kopf stellt. Seine Filmpartnerin Lina Lamont sieht großartig aus, hat aber eine Stimme, die kein Mikrofon verträgt. Mit seinem besten Freund Cosmo und der jungen Sängerin Kathy wagt Don den Neuanfang. Daraus wird ein Feuerwerk aus Tanz, Witz und Liebe.
Wenn Gene Kelly mit Schirm durch den Regen steppt, ist das eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte. Der Film zeigt außerdem mit viel Humor, wie mühsam der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm war, und das in leuchtendem Technicolor.
USA 1952. Regie: Gene Kelly, Stanley Donen. Mit: Gene Kelly, Donald O’Connor, Debbie Reynolds, Jean Hagen, Cyd Charisse. 103 Min. FSK 12.
BIERMANN D, FSK folgt
Wolf Biermann hat schon immer polarisiert, bis heute. Die poetische Kraft seiner Lieder hat seit über 60 Jahren für kleine und große politische Beben gesorgt. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich der Jahrhundertpersönlichkeit Biermann zu nähern. Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei zahlreichen Treffen mit jungen Künstler*innen, Politiker*innen sowie seiner Familie und setzt die gewonnenen Bilder in eine Collage von Zeitdokumenten, darunter bisher noch nicht veröffentlichte Archiv-Bilder. Es entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop eines Lebens in fünf verschiedenen Versionen Deutschlands. Eine einzigartige Biografie. Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so verbunden wie mit Wolf Biermann.
Der Film zeichnet BIermanns Biografie als unmittelbaren und hautnahen Rückblick nach und verbindet persönliche Erinnerungen mit politischer Zeitgeschichte. Im Zentrum stehen Biermanns Herkunft, seine Hinwendung zur Musik, sein Wirken in der DDR, das Kölner Konzert von 1976 und dessen Folgen sowie sein künstlerisches Arbeiten bis in die Gegenwart.
Der Film nähert sich seinem Protagonisten über Musik, Sprache und historische Materialien. Archivaufnahmen, Zeitdokumente sowie Ausschnitte aus dem Kölner Konzert von 1976 und dem Konzert im November 2025 bilden das Rückgrat der Erzählung und machen deutlich, wie eng Biermanns Werk mit den politischen Umbrüchen Deutschlands verbunden ist.
